Geschichte Yliakums

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Erste Epoche: Laanx und Talad

Laanx und Talad waren schon Götter, lange bevor die ersten sterblichen Wesen in Yliakum existierten. Laanx und Talad waren schön und harmonisch, wissbegierig und immer auf der Suche nach neuem Wissen, um ihr ewiges Leben zu bereichern. Laanx war ein großes und wohl geformtes weibliches Wesen mit langem, weißen Haar - so seidig wie der Faden eines Spinnennetzes. Ihre fahle Haut reflektierte die azurblauen Strahlen des Kristalls und streute das Licht zu hypnotischen Mustern – so verlockend wie ihre tanzenden, rubinroten Augen.

Ein dünnes Band aus Silber umschloss Laanx' linken Knöchel. Sie war verschwindend, kalt und doch ergebend, leicht und himmlisch wie die Luft an einem lauen Abend.

Talad war wie eine Statue aus Ebenholz, mit kraftvollen Muskeln und langen proportionierten Knochen. Lange schwarze Locken hingen über seine Schultern bis auf seine Rücken hinunter und ein schwerer goldener Armreif umspannte seinen rechten Bizeps. Talad war standfest, warmherzig und bestimmt, derb und ungestüm wie ein Fluss aus geschmolzener Lava.

Geführt von Vodul, dem uralten und mächtigen Gott der Zukunft, entdeckten sie einen ruhigen Planet mit einer Kristallsäule - voll von Energie. Gemeinsam erkundeten sie die Tiefen des Planeten wo der gewaltige Obelisk seinen Ursprung hatte, übersprudelnd und bebend durch die azurblaue Energie.

Gemeinsam erreichten sie das untere Ende der Säule und fanden eine Felsspalte in der sie die leuchtende und facettenreiche Macht entdeckten die Yliakum heute ihre Lebenskraft spendet. Als Talad und Laanx realisierten welche Macht ihnen der Kristall geben könnte beschlossen sie ein florierendes Reich mit Wesen die anbeten würden zu errichten.

Andere Götter, älter und mächtiger, erzählten ihnen von den großen Aufgaben die auf sie zukommen würden aber Laanx und Talad, geblendet von der Möglichkeit eine neue Welt zu erschaffen, gaben nichts auf die Warnungen und schenkten den anderen Göttern kaum Aufmerksamkeit.

Die jungen Götter verwendeten ihre gebündelte Kraft um die Felsspalte zu vergrößern und bald entstand eine riesige Höhle die in acht Ebenen aufgeteilt war. Als nächstes beeinflussten sie den Lauf der unterirdischen Flüsse um die fruchtbare Erde die sie auf dem rohen Fels aufgebracht hatten zu wässern und Leben zu ermöglichen.

Alles war für die Wesen vorbereitet, die Laanx und Talad zu erschaffen wünschten, doch das Land war immer noch verlassen und einsam.

Sie wussten nichts von dem gewaltigen Labyrinth das in der Kruste ihrer Welt existierte. In dem später „SteinerneLabyrinthe“ genannten System aus Tunneln und Höhlen lauerten bereits andere Kreaturen in der Dunkelheit.

Zweite Epoche: Die Entzweiung

Talad und Laanx beteten zu Vodùl, damit dieser einige Völker der anderen Götter anlocken, und sie nach Yliakum bringen würde. Vodùl kam ihrer Bitte nach, aber im Austausch verlangte er, dass Talad einer seiner Sklaven und Laanx eine seiner Geliebten werde. Laanx und Talad akzeptieren dies, da Vodùl ein gütiger Herr und ein angenehmer Gesellschafter war.

Nachdem sie Vodùls Palast verlassen hatten, bemerkten Talad und Laanx, dass Vodùl sein Versprechen gehalten hatte, aber es würde noch sehr lange dauern, eh die Leute Yliakum erreichen, und sie waren ungeduldig. Laanx, jung und sehr schön, faszinierten den sehr alten Vodùl, und er brachte ihr bei, dass die Energie des Kristalls dazu verwendet werden konnte, Leben zu erschaffen.

Sie wollte Talad glücklich machen, da er noch unruhiger war und das Warten für ihn viel unerträglicher war als für sie. Um ihn zu überraschen und seine Begeisterung zu wecken, beschwor sie so gut sie konnte die unermessliche Macht des Azur Kristalls während sie heimlich die Rituale Vodùls imitierte um einigen Kreaturen welche nach ihrem Vorbild erschaffen worden waren, Leben einzuhauchen. Die neuen Leute reiften und pflanzten sich fort, sie sahen hübsch aus und waren ausgeglichen, und sie nannten sich selbst "Lemurs".

Als Talad Laanx's Werk entdeckte, war er gleichermaßen überrascht und erstaunt, dennoch war er betrübt, da Laanx ihre Leute hatte und er selber keine, obwohl sie darauf bestand, dass sie die Lemuren für sie beide erschaffen hatte. Er begann sich auch die Kraft des Kristalls zunutze zu machen, wobei er wesentlich weiter ging, als Laanx es sich getraut hatte. Sie dachte, Vodùl hätte Talad in den Geheimnissen der Macht des Kristalls unterwiesen, und ließ ihn gewähren da sie ihm traute und ihn nicht traurig sehen wollte. Doch sie lag falsch. Als Talad, durchtränkt von der Macht des Kristalls, ihr näher kam um die die erste Kreatur seines Volkes zu erschaffen, brach ein Gewitter des Chaos durch die Hände der Götter auf sein und Laanx' Gesicht hernieder, durchschlug sie bis tief in den Körper und sie wurde für alle Zeiten entstellt.

Dank Talad wurde ein neues Volk aus dem Fels geboren und sie nannten sich selbst die "Kran". Doch Laanx war nicht länger schön und fiel in eine tiefe Depression die ihr Herz wie einen Spiegel zerschmetterte. Teilnahmslos an Talads Schmerz ihr Schaden zugefügt zu haben, leugnete sie ihr Dasein, ihre Weiblichkeit, ihr Volk und verbannte jegliche Harmonie aus ihrem Herzen.

Sie hörte auf um in die Steinlabyrinthe zu gehen und viele Lemuren folgten ihr. Sie hüllte sich in eine dicke, rote Robe und formte eine schlichte Maske um ihr Antlitz zu verbergen. In ihrem Exil schrieb sie dann das Buch der Namen, da sie trotz ihrer Verwirrung und Geistesabwesenheit noch nicht ihr Verlangen nach Anbetung vergessen hatte. Von da an begann Laanx, die maskierte Göttin, wild und unbiegsam, über das Geschehene nachzudenken.

Dritte Epoche: Das Reich der Laanx

Laanx verbrachte sehr viel Zeit in den Stein Labyrinthen, in der sie versuchte, Klarheit in ihrem Herzen zu schaffen. Dann versuchte Talad sich ihr anzunähern und in der rot gekleideten Figur zu erkennen, was von der einstig schönen Göttin übrig geblieben war. - Es muss eine Löung geben. Komm zurück und wir werden wieder vereint sein.

Laanx sprach mit einer kalten, männlichen Stimme: - Du weißt nicht, was du getan hast, Talad. Wir werden niemals wieder vereint sein können. Ich kenne dich nicht, und du kennst mich nicht. Verschwinde und hör auf mich zu belästigen.

Viele weitere Male wies Laanx Talad's Versuche sich mit ihr auszusöhnen zurück. Talad's Beharrlichkeit wirkte beleidigend auf Laanx, die bereits verärgert über ihre schmerzhafte Isolation war. Laanx vergaß ihre tausendjährige Freundschaft zu Talad und sehnte die Einsamkeit in den Tiefen der Erde nun mehr als zuvor herbei. Auf die große Anzahl an Lemuren die sie begleiteten und anbeteten und ihr Geschenke brachten, achtete sie nicht. Talad verlor jede Hoffnung, die Differenzen mit der alten Freudin beizulegen und wendete sich nun, da er allein war, mit all seinen Gedanken den Leuten der Stadt zu, die sie erschaffen hatten. Er nannte sie "Hydlaa" nach der mächtigsten Glyphe, die Vodùl vor Laanx offenbart hatte und die Talad seine Vorsicht vergessen lies, auf das er seinem Stolz gerecht werden konnte. Während er auf den Tag wartete, an dem die anderen Völker ankommen würden, brachte er die Kraft der Magie in viele Formen, damit sie durch die Sterblichen benutzt werden konnten, um ihnen dabei behilflich zu sein im Untergrund zu überleben: Er schuf die Glyphen .

Nachdem viele Generationen der Lemure gegangen waren, gelangte Laanx in eine Höhle, die hunderte Male größer war als die, die sie erschaffen hatte, einem Ort, an dem namenlose Kreaturen hausten. An der Spitze der Höhe erspähte sie einen riesigen Stalaktiten, der ein Drittel des Gewölbes ausfüllte und der einen Nieselregen aus klarem Wasser hervorbrachte. Es war der konische Block aus Fels, der Yliakum enthält.

In der Mitte der Höhle sah sie einen tiefen See voller Leben, dessen Ufer fruchtbares Land waren. Die Lemure glaubten, daß ihr Gott sie an ein neues Zuhause geführt hatte. Ihre Lob und ihr Dankes an Laanx hallten in der Höhle wider, und es wurden viele Opfer gebracht.

In diesem Moment wurde sich Laanx der Anwesenheit ihrer Jünger bewußt, und sie war von ihrem Glauben und ihrem Einfallsreichtum berührt. Ihr Herz wurde ein wenig weicher, und sie schenkte ihrem Volk viele mächtige und nützliche Dinge, um die Höhle erhellen zu können und den See und sein Ufer zu einem lebenswerten Ort zu machen. Die Lemure vermehrten sich schnell, erbauten die zehn Städte von Kadaikos und wurden zu einer gedeihenden und zahlreichen Bevölkerung.

Für eine Weile herrschte Laanx mit eiserner Hand über Kadaikos, indem sie den Lemuren unflexible Gesetze und eine strenge Gesellschaftsrangfolge auferlegte. Nachdem sie die Lust an der Herrschaft über sein Volk verspürt hatte, wurde die Vermummte Göttin machtbesessen. Sie erinnerte sich an das Versprechen Vodùls, Leute nach Yliakum zu schicken. Sie sollten in einigen wenigen Jahrzehnten ankommen, und sie entschied sich dafür, sie alle zu nehmen, sie nach Kadaikos zu führen und ihre Göttin zu werden. Deshalb reiste siezurück in die Steinernen Labyrinthe in der Nähe Yliakums, um die Ankunft der ersten Siedler zu erwarten.

Nach der Abreise von Laanx erschien eine schwarze Flamme in Kadaikos. Jeder glaubte, daß es ein Teil von Laanx' Seele war und dazu bestimmt war, bis zu ihrer Rückkehr über ihr Volk zu herrschen. Die schwarze Flamme war empfindungsfähig und übernahm mit Leichtigkeit die Kontrolle über die Leute in Kadaikos.

Vierte Epoche: Die Zivilisation

Darauf acht nehmend, Talad ihre Anwesenheit nicht zu verraten, beobachtete Laanx Yliakum und bemerkte voller Enttäuschung, daß einige Leute angekommen waren.

Talad war vorsichtiger und weniger unruhig nach dem katastrophalen Vorfall, der ihn von Laanx getrennt hatte. Unter seiner Führung füllte sich Hydlaa schnell: neben der starken Präsenz der Lemuren und der Kran kamen Ylianer und Enkidukai aus den Steinernen Labyrinthen an. Talad sandte fleischgewordene Abbilder seiner selbst aus, um Magie und Gesetze unter ihnen zu verbreiten; aus diesem Grund wurden viele Altare aus wertvollen Materialien hergestellt, um zu Talad zu beten.

Als sie das sah, wurde Laanx eifersüchtig auf ihren ehemaligen Freund: Talad besaß die Harmonie, die sie einst verloren hatte, und manchmal verspürte Laanx das Bedürfnis, es zurückzubekommen.

Laanx erinnerte sich voller Nostalgie an die Zeit, in der sie eine schöne Mondgöttin war, als sie Talads regelmäßiges und ruhiges Gesicht beobachtete. Sie wurde zornig, schimpfte auf Talad und das gesamte Yliakum, und weil Talad sie zu einem unglücklichen und eifersüchtigen Wesen gemacht hatte, schwor sie, daß er für die Konsequenzen bezahlen mußte.

Während ihres trüben Wartens erforschte Laanx die Säule aus blauem Licht über Yliakum, auf der Suche nach einem Weg, ihre Macht duch die Verwendung dieser unendlichen Quelle der Magie zu verstärken. Da Talad der Beherrscher der Glyphen sein wollte, beanspruchte Laanx die reine und ungestüme Macht des Kristalls für sich.

Während ihrer Forschung wurde sie zweier bemerkenswerter Zauber gewahr, die in der Nachbarschaft der Stadt erschaffen wurden. Nie zuvor hatte sie etwas wie sie gesehen: sie schienen Löcher in das Raum-Zeit-Gefüge zu bohren oder zu reißen und dadurch Portale und Passagen zu fernen und unbekannten Orten zu schaffen. Der erste Zauber befand sich innerhalb Yliakums, so daß sich Talad seiner gewiß schon gewahr war, der zweite jedoch befand sich in den Steinernen Labyrinthen. Laanx beschloß, das unbekannte Phänomen zu untersuchen, und als sie das Portal aufsuchte, fand sie sich einer flüssigen, spiegelnden Substanz gegenüber, die ein blaues Licht aussandte, einer unregelmäßigen und plätschernden Quecksilberblase, senkrecht und dünn, umgeben von einer mächtigen magischen Aura. Die Göttin verharrte dort für eine lange Zeit, um sie zu beobachten.

Zur selben Zeit blickte Talad durch die Augen einer seiner Avatare und sah, dass ein seltsames Wesen aus dem zweiten Portal auftauchte, gefolgt von dutzenden Kreaturen der selben Rasse. Seine Erscheinung war der eines Menschen oder eines Lemuren ähnlich, aber die Kreatur hatte Hörner und einen Schwanz sowie schwarze, ölige Haut. Der Avatar erkannte, dass diese Wesen ziviliert waren, obwohl ihr Verhalten seltsam war; ihr Name war "Diaboli". Nachdem sie durch das Portal getreten waren, dachten sie, dass sie endlich das "geheiligte Land" erreicht hatten und so begannen sie sehr laut zu feiern und im Überfluß zu essen und zu trinken.

Die Diaboli waren lebhaft und intelligent, obgleich sie sehr zudringlich waren und das Konzept von "anderer Leute Besitz" nicht verstanden. Sie integrierten sich selbst in die aufsteigende Gesellschaft von Yliakum und entdeckten Gemeinsamkeiten mit den Lemuren in ihrem Durst nach neuen ästhetischen Erfahrungen und mit den Enkidukai, die wild und instinktgetrieben waren. All die Bemühungen Talads sie zu seinem Gefolge zu machen scheiterten. Die Diaboli tendierten dazu immer dann zu verschwinden, wenn jemand über Religion zu diskutieren begann.

In den Steinernen Labyrinthen wurde der Maskengöttin klar, daß die beiden Portale durch Vodùls magische Kräfte erschaffen wurden. Laanx fragte sich, ob sie eines Tages mächtig genug werden würde, um etwas ähnliches zu erschaffen, und Ehrgeiz und Gier überzeugten sie nur noch mehr davon.

Aus anderen Tunneln der Steinernen Labyrinthe traf ein anderes Volk mit kupferfarbener Haut, mandelförmigen Augen und scharfen Ohren ein. Sie waren Flüchtlinge aus einem Land mit dem Namen Dermoria, aus dem sie von einer Horde nomadischer Ritter vertrieben worden waren. Sie brachten Wasser, Samen und Vieh mit, und waren eine nomadische Rasse gewesen, bis sie ein magisches Portal entdeckten und beschlossen, neues und unbekanntes Land zu erforschen. Um sie am Erreichen Yliakums zu hindern, sandte Laanx ein Abbild ihrer selbst aus, um sie in eine Höhle voller Wasser und Wild zu leiten. Sie wandte sich erneut dem Portal zu, um es zu studieren und war kurz davor, seine Funktionsweise zu verstehen.

Die Zeit verging, und es kamen zwei große Familien aus kleinen Leuten an. Sie hatten lange Bärte, waren rubust und unermüdlich. Eine der beiden Gruppen wurden die "Hammerschwinger" genannt, die anderen die "Steinbrecher". Sie beschlossen, sich an einem Ort innerhalb der Steinernen Labyrinthe niederzulassen. Diese kleinen Leute - oder Zwergen - erzählten Geschichten über eine Gruppe großer Menschen, die in den Labyrinthen hausten und sich selbst Xacha nannten. Ihre Haut war so weiß wie Kreide und sie waren reich an Wissen und Traditionen, aber zu schwach um unter der Erde zu leben. Nach Meinung der Zwerge würden sie bald ausgestorben sein.

Als Laanx dies hörte ging sie persönlich zu diesen Menschen, sie wollte nicht das Risiko eingeben, Leute zu verlieren, die von Wert sein konnten. Sie fand einige wenige Hundert dieser Leute. Sie waren verzweifelt, fast ohne Essen, und hatten sich damit abgefunden, die glorreiche Geschichte ihres Volkes in einem feuchten Durchgang zu beenden. Laanx gab sich ihnen zu erkennen und zeigte ihnen all ihreMacht. Die Xacha schlossen sich ihm ohne Ausnahme an und sie wurde zu ihren Gott.

Laanx meditierte gerade intensiv vor dem Portal, als seine Oberfläche zum ersten Mal erbebte. Sie sah zu, wie eine Kreatur langsam aus dem Portal stieg. Dieses Wesen war abgemagert und durchsichtig wie ein Geist, schien sich aber zunehmend zu festigen. Es schien an der Reise durch das Portal zu zehren und Laanx nicht bemerkt zu haben.

Das Wesen wurde von einem Krampf geschüttelt, als es die rotgekleidete Person, die sich in den Schatten verbarg und es beobachtete, entdeckte. Es verharrte bewegungslos, tastete den Gott ohne Unterlaß mit den Augen ab, und es schien sich nicht zu fürchten.

Laanx zeigte ihr wahres Ich vollständig und sprach: "Ich bin Laanx, und ich bin dein Gott."

Die Kreatur blickte nachdrücklich und stumm umher, setzte sich schließlich auf einen Felsen und vergrub das Kinn in seinen Händen.

Sich der Tatsache bewußt, daß das Wesen sich weigerte seine Befehle zu befolgen, erzürnte sich Laanx und vernichtete es durch das Flüstern eines einzigen Worts.

In den darauffolgenden Tagen schritten viele weitere Klyros durch das Portal. Jedesmal versuchte Laanx, ihnen seinen Willen aufzuzwingen. Viele von ihnen wurden verdorben, auf viele Wege verführt, vernichtet oder gefoltert, aber keiner von ihnen ergab sich dem Willen der Göttin. Es schien als würde es ihr Stolz ihnen nicht gestatten, sich irgendeinem Gott zu unterwerfen. Laanx sah in ihnen einen Splitter des Taumels, der sie ergriffen hatte, und obwohl sie sie wegen ihrer Gleichgültigkeit hasste, löschte sie ihre Rasse nicht aus. Bevor sie sie ihren Schicksal überließ, lehrte sie sie den Weg nach Yliakum, in der Gewißheit daß sie Talad, den sie jetzt als Feind betrachtete, einiges Kopfzerbrechen bereiten würden.

Fünfte Epoche: Die zwei Tempel

In der Stadt der Azursonne wuchs die Bevölkerung und das Wissen der Völker unter der stillen Führung Talads. Viele von ihnen - ausgenommen der Diaboli - gaben langsam ihren Glauben in ihre alten Götter auf und folgten dem Gott der Glyphen.

Es gab bereits Völker in vier der acht Ebenen und bald nicht mehr genug Essen für sie alle. Viele Jäger dachten daran sich in die Steinlabyrinthe zu wagen um nach Wild ausschau zu halten. Die ersten beiden Ebenen Yliakums - die einzigen auf denen Ackerbau möglich war - wurden intensiver bearbeitet. Auf der ersten Ebene beanspruchten die sturen Ylianer den absoluten Besitz des Grundes den sie bearbeiteten, unwillig mit anderen Rassen zu teilen.Sie bauten Zäune und Mauern und begannen Bücher über Armeen und bewaffnete Verteidigung zu lesen. Die Enkiduaki die im gleichen Gebiet lebten, wurden vertrieben, was diese als Eingriff in ihre Freiheit ansahen. Die Spannung zwischen den beiden Rassen stieg und ein paar von ihnen gerieten aneinander, aber Talad war es möglich ihren Hass zu kontrollieren und die Stabilität zurück zu bringen.

Laanx beobachtete mit Interesse was in Yliakum geschah und beschloss, dass es der richtige Moment war sich wieder zu zeigen. Er war sicher, dass Talad ihn herzlich willkommen heißen würde und sie in der Lage wäre daraus einen Vorteil zu ziehen.

Für lange Zeit beobachtete Laanx zurückgezogener Weise, was die Xacha trieben. Einige von ihnen umgingen die Auslöschung und folgten wieder ihren alten Traditionen, während andere spontan einen Orden und Glauben auf der Basis des Buch der Namen gründeten. Das Haupt dieser zweiten Gruppe war ein stattlicher junger Mann namens Galeran Tarbius, von unendlichem Charisma und mit unbändiger Willenskraft. Laanx zeigte sofort Interesse an ihm und eines Tages erschien sie ihm. Als Laanx Galeran verlies, funkelte in sein Augen eine mysteriöse Wut und sein Körper glänzte von einer chaotischen Macht purer Magie.

Galeran hatte die Kraft seinen Fanatismus auf seine Anhänger zu übertragen. In ihrer Meinung war Laanx die Göttin, die ihrem Volk neues Leben schenkte, und die dafür das Recht hatte, wann immer es nötig war, ihr Leben zu fordern.

Galeran führte die Xacha nach Yliakum und dort siedelten sie auf der ersten Ebene, wo sie unverzüglich ihr altes Wissen für den Bau eines eisernen, Laanx geweihten Tempels nutzten.

Talad wurde in ganz Yliakum verehrt. Daher gab es überall Statuen, Darstellungen und Plätze die ihm gewidmet waren. Aber nie zuvor hatte Talad daran gedacht einen Tempel zu bauen oder seine Anhängerschaft dazu anzuregen einen zu errichten. Als die Xacha begannen einen Tempel für Laanx zu bauen, fühlte Talad wie seine Kontrolle über die Herzen seiner Anhänger schwand.

Viele seiner Leute, gespannt und bezaubert durch die Macht Galerans, begannen Laanx zu preisen und zu vergessen was Talad für sie getan hatte. Talad zog sich zurück um zu meditieren und mit Hilfe der Kraft seiner Glyphen die majestätischste Festung die jemals gebaut wurde zu errichten - ein Gebäude, dass die Macht der Glyphen und die Stärke des Steins, das Element aus dem die Kran erschaffen wurden, präsentieren sollte.

Nach Jahren der Meditation erschuf Talad eine gewaltige Hitzewelle, die den weltlichen Stein der Wände der ersten Ebene schmolz und diesen Stein im Namen seines erwählten Volkes formte. Als es abkühlte, bildete die Wand einen Überfluss an Gemälden und Arabesquen aus, durchsetzt mit schimmernden Kristallen.Diese Kristalle leuchten noch immer und zeigen, den Tempel erhellend, die Macht Talads.

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